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Säume und Feldgehölze waren in der traditionellen Kulturlandschaft praktisch überall präsent. Mit der landwirtschaftlichen Intensivierung verschwanden auch in der Rhön viele dieser Lebensräume.
Dabei sind diese kleinräumigen Habitate ökologisch außer- ordentlich wertvoll und wichtig, denn sie vernetzen andere Standorte und Biotoptypen miteinander.
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In den Säumen kommt jedoch nur dann eine artenreiche Flora vor, wenn die benachbarten Lebensraum es zulassen. Beispielsweise treffen hier die Arten sowohl des Waldes als auch der offenen Magerflächen zusammen, so daß sich hier außerordentlich artenreiche Konstellationen ergeben können. Typische Arten, die bevorzugt in solchen Pflanzengesellschaften wachsen, sind Berg-Aster (Aster amellus) und Karthäusernelke (Dianthus carthusianorum), die schwerpunktmäßig in den südlichen und östlichen Gebieten der Rhön vorkommen. Auch einige Sommerwurz-Arten wachsen hier (z.B. Orobanche elatior).
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Für die Vorkommen unserer heimischen Orchideen haben Saumlebensräume oftmals Brückenfunktionen. Fast alle Arten des Waldes und der Halbtrockenrasen kommen potentiell auch in diesen Lebensräumen vor. Besonders für Braunrote und Müllers Stendelwurz (Epipactis atrorubens und E. muelleri) sind die Säume sehr wichtige Lebensräume, da diese beiden Arten sehr gut an die halbschattigen Lichtverhältnisse der Säume angepasst sind. Weil sich hier auch Populationen von Helm-Knabenkraut (Orchis militaris) und Purpur-Knabenkraut (O. purpurea) in besonderem Maße überschneiden, findet man an diesem Standort am ehesten die Hybriden der beiden.
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Um Säume und Gehölze in ihrem Bestand zu erhalten, sind im Biosphärenreservat zahlreiche Maßnahmen ergriffen worden. Auch von der Renaissance der Streuobstwiesen profitieren die Säume. Der Schutz umfangreicherer Saum- und Heckenstrukturen bleibt eine Aufgabe für die Zukunft, Lückenschlüsse und Neuanlagen sind wünschenswert. Bestehende Säume müssen stetig verjüngt werden. Nur so kann die ökologische Vielfalt dieses sehr differenzierten Lebensraumtypen erhalten bleiben.
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